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Warum greift Gott nicht ein, Teil1

Alfred Hosp – Mitschnitt vom 07.08.2004 in Judenburg
Verein zur Förderung seelisch-geistig und natürlicher Lebensgrundlagen, Klagenfurt Vortrag über das Wissen von Bruno Gröning – Teil 1
Thema: Warum greift Gott nicht ein?

Liebe Freunde ich möchte alle recht herzliche begrüßen.

Man spricht so oft das Wort Gott aus, aber was Gott wirklich ist, wer Gott wirklich ist – und das Wissen die Meisten selbst – fast zu wenig.
Z.B. gibt es Menschen die glaubten, Gott schickt ihnen die Krankheit. Es gibt Menschen die glaubten Gott straft, usw.
Und das ist eben der große Irrtum, mit dem Bruno Gröning aufgeräumt hat.

Gott ist eine Energie, eine Intelligenz, ein Schöpfer von dem überhaupt nichts Ungutes ausgehen kann. Wenn wir das Göttliche in uns verwirklichen, jeden Tag, jede Stunde, jede Minute beherzigen – so kommen wir mit dem Unguten überhaupt nicht in Berührung.
Das muss man bedenken, meine Freunde.
Es wird oft etwas Ungutes herangetragen – von Außen – oder auch von den Massen Medien. Es kommt nur darauf an, dass wir innerlich nicht reagieren.
Das wir das wohl zur Kenntnis nehmen – aber sagen, das ist nicht unser Problem. Das geht uns nichts an.
Wir bemühen uns das Gute, die Harmonie, zu verwirklichen.
So kommt es oft vor, dass etwas an den Menschen herangetragen wird, wo er sich gerne ärgern möchte.
– ist ja klar –
Aber wir müssen bedenken, dass man nicht immer mit der Gerechtigkeit agieren soll. Das heißt, wir sollen nicht immer aufgrund der Gerechtigkeit reagieren, meine Freunde.
Denn die Gerechtigkeit ist das, wo in Wirklichkeit – die Liebe – die geistige Liebe zu Hause ist.
Und wenn wir einen Menschen – also, beurteilen wollen, wenn wir über ihn urteilen wollen – so ist es schon nicht in Ordnung, weil wir nicht den Menschen beurteilen können.
Selbst den Bruno Gröning – sondern höchstens verurteilen.
Und da soll ‘n wir sehr vorsichtig sein, mit dem was wir planen. Wir soll ‘n auch vorsichtig sein, wenn man sagt:
der oder jener ist es nicht Wert das ihm geholfen wird.
Der oder jener hat die Reife nicht dazu – wie man oft so hört. Oder in den Kreisen gehört zu werden.
Meine Freunde, jeder Mensch hat den freien Willen.
Jeder Mensch kann kommen, jeder Mensch kann geh‘n, jeder Mensch kann an unserer Gemeinschaft teilnehmen – ohne irgendwelche Grenzen zu setzen.
Wir sind ein Verein – und aufgrund dieses Vereins – geben wir den Menschen die Freiheit. Wir dürfen nicht eingreifen, wir dürfen nicht bestimmen!
Wir dürfen den Menschen nur beraten und ihnen den Weg zeigen.
Jede Einengung meine Freunde, jede Behauptung – so ist es – ist schon eine Begrenzung. In Wirklichkeit ist Gott unbegrenzt und die Göttliche Weisheit – das Göttliche Leben – also das Leben in Gott.
Es gibt soviel Variationsmöglichkeiten.

Das wir nie sagen können, das ist gut oder das ist nicht gut. Wir können nur zu uns selbst sagen was gut ist. Wir können uns selbst beurteilen – und aufpassen – daß wir nicht irgendwo in ein Eck abrutschen, wo man dann nicht mehr weiß, was zu tun ist.

Bruno Gröning hat jedem die Freiheit gegeben zu ihm zu kommen.
Er hat ihnen sogar die Freiheit gegeben zu glauben an das Gute. Wo er gesagt hat: Sie brauchen mir nicht glauben – aber überzeugen sie sich von der Kraft des Guten.
Und wenn alle Freunde Bruno Gröning ’s das getan hätten, dann wär‘ Heute eine ganz große Einheit vorhanden.
Aber so gibt es immer wieder Menschen die glauben, urteilen zu müssen. Obwohl sie nicht wissen, was damit gemeint ist.
Nun meine Freunde, Bruno Gröning hat gesagt:
jeder der den Anderen verurteilt, oder jeder der den Anderen ausgrenzt, muss die Folgen von dem tragen, was er tut.
Damals meinte z.B. – ein Begleiter von Bruno war der Dr. Trampler – der Kurt Trampler, von dem das Buch stammt, die große Umkehr.
Warum eine Trennung zustande gekommen ist, warum sich die beiden fähigen Männer getrennt haben, will ich nicht beurteilen.
Tatsache ist aber, das der Dr. Trampler behauptet hat, er kann auch heilen. Obwohl Bruno gesagt hat:
kein Mensch kann heilen, sondern nur Gott kann heilen.
Und er hat auch Heilerfolge gehabt, weil er die Methode von Bruno Gröning angewandt hat. Und da haben wir Bruno Gröning gefragt:
ja wieso?
Der arbeitet doch gegen Sie!
Warum entziehen sie ihm nicht die geistige Energie? Und Bruno Gröning hat gesagt:
das kann ich nicht! Damit würde ich vielen, vielen Menschen, die an die Kraft von Trampler glauben, nur schaden. Er muss die Folgen von dem tragen was er tut.
Aber entziehen – die Heilkraft entzieh ’n – das geht nicht. Dann müssten viele andere Menschen auch darunter leiden.
Seine zweite Frau – die Monika Trampler – die ist viel jünger gewesen wie er.
Und sie ist Heilpraktikerin und hat auch ein Buch geschrieben – über die Heilkraft. Aber, sie hat Bruno Gröning in keinem Wort erwähnt.
Die tun so, als wenn es aus ihrer eigenen Erkenntnis käme.
Und ich hab‘ die Monika Trampler angerufen, weil wir das Buch – die große Umkehr – neu aufgelegt haben, ob sie damit einverstanden ist.
Und dann hat sie mir klipp und klar gesagt:
mit DEM hab‘ ich nichts zu tun. Machen sie was Sie wollen.
– Na gut! – dann haben wir gemacht was wir wollen und haben das Buch neu aufgelegt.

Also es gibt so viele Menschen die glauben, das sie dann von sich aus heilen können. Und Bruno Gröning hat gesagt:
kein Mensch kann heilen, er kann nur den Weg zeigen – zum Heil. Also, wir sind auf uns selbst angewiesen, indem wir das Richtige tun.
In dem wir nach Möglichkeit positiv denken und nicht aus der Harmonie mit Gott heraus

zicken.
Es möge z.B. jeder überlegen – wenn ich selber überlege – ob er im geistigen Grund im Herzen – irgend einen Groll – oder eine Enttäuschung hat?
Und das hindert ihn schon wieder das Gute voll aufzunehmen, das Gute voll in die Tat umzusetzen.
Sehr gefährlich sind die erlebten Enttäuschungen, wo man glaubt, man hat ein Recht zu sagen:
mit dem will ich nichts zu tun haben. Nicht einmal das, sollen wir tun.
Wir sollen uns befreien und soll‘ n den Anderen die Freiheit lassen – diese indirekten Spannungen – aufzulösen.
Auf jeden Fall ist es so wichtig, dass wir keine Spannungen in uns haben.
Das wir keine Enttäuschungen haben. Das wir keinen Menschen – sozusagen – verurteilen, in dem wir sagen:
mit dem will ich nichts zu tun haben.
Man muss es NICHT – sozusagen – von selber kommen.
Denn man muss dem Anderen die Freiheit lassen, das – auf jeden Fall – auf seine Weise zu bereinigen, was bisher nicht in Ordnung war.
Bruno Gröning hat gesagt:
lassen wir immer eine Tür offen – nur einen Spalt der Tür – schlagen Sie NIE die Tür zu. In keiner Situation soll man die Tür zu schlagen. Denn dadurch begrenzen wir uns und dadurch lassen wir unserem Geist nicht die Freiheit uns auf den richtigen Weg zu führen.
Und das sind die ganzen Probleme.
Entstehen immer dadurch, das die Menschen immer glauben, sie müssten nach ihren Vorstellung handeln. Es muss alles nach ihrer Vorstellung laufen.
Und wehe, der Andere sagt etwas dagegen, dann ist der Andere immer der Böse, der Ungute, der Gemeine usw.
Und das ist der Grund warum es auf der Welt so schrecklich zu geht.
Der eine Mensch beschuldigt den Anderen. Die eine Gruppe kämpft gegen die Andere.

– Aber wo bleibt da Gott ? –

Gott ist der Schöpfer aller Menschen und Bruno Gröning hat gesagt: ich bin zu allen Menschen gekommen.
Zu allen Menschen, Freunde! Was bedeutet denn das? –
Er hat niemanden gezwungen, aber die Tür stand offen für alle!
Und deswegen haben ihn auch oft andersgläubige Menschen, wie schon gesagt, besucht. Auch von einer anderen Hautfarbe.
Menschen mit einer anderen Hautfarbe haben ihn besucht und war ‘n froh, dass sie ihn gekannt haben.
Und bei niemanden hat Bruno Gröning irgendeine Abwehr Reaktion gezeigt. Sogar die Menschen, die ihm geschadet haben hat er nicht von sich gewiesen.
Sondern er hat sie – sozusagen – reifen lassen, um das zu erkennen was im Unrecht war. Und – ein Journalist – der ihn bekämpft hat, mit den gemeinsten Artikeln bekämpft hat – der gesagt hat:

Scharlatan und Schwindler usw.
Der hat dann – einige Zeit später erkannt – das das nicht in Ordnung war, was er gesagt hat. Und ist zu Bruno Gröning gekommen und hat gesagt:
Herr Gröning ich habe mein Unrecht eingesehen, bitte seien Sie mir nicht böse. Hat er gesagt.:
ich Ihnen böse? Nein. Ich war Ihnen nie böse und bin Ihnen nie böse. Sie müssen selbst die Folgen von dem tragen was nicht in Ordnung ist.
Und wenn Sie das bereut haben – so werden sie eben keine Folgen tragen müssen.
Jeder der sein Unrecht bereut und es wieder gut machen will, der hat schon die Verzeihung vom Bruno. Aber, er muss beweisen, das er es tut.
Alles was der Mensch tut, denkt, fühlt, plant usw. – hat für ihn selbst Folgen. Wenn er Negatives denkt, so zieht er negative Folgen an.
Wenn er Positives denkt, dann hat er die Hilfe Gottes. In jener Macht – wo es nichts Ungutes gibt.

Da kommen oft die Fragen:
warum lässt denn das Gott zu?
Warum greift Gott nicht ein? Die Antwort ist:
Gott greift deshalb nicht ein, weil er den Menschen die Freiheit gegeben hat.
Und mit dieser Freiheit – man kann fast sagen – mit der Narren-Freiheit – macht der Mensch Unfug.
Aber, er hat dem Menschen auch die Möglichkeit gegeben, sich zu bessern.
Also, immer wieder die Situationen – durch Einsicht – diesen negative Weg zu verlassen.

Und einmal ist Bruno Gröning gefragt worden:
Herr Gröning ist der Mensch nicht doch der Gnade Gottes teilhaftig? Hat er gesagt:
doch! Der Mensch ist immer der Gnade Gottes teilhaftig.
– und jetzt kommt ’s –
Er darf immer wieder neu anfangen .
Er bekommt immer wieder einen Körper, wo er das gut machen kann, was bisher nicht in Ordnung war.
Also muss man folgendes bedenken – daraus folgern – ist das Leben eine Gnade!
Wenn wir einen Körper bekommen haben, damit wir lernen, so ist das eine Gnade Gottes, die uns zu Teil geworden ist, damit wir den geistigen Weg beschreiten können.
Und drum kann ich die Menschen nicht versteh ’n, die mir begegnen und sagen: oh, bin ich froh, wenn mein Leben zu Ende ist! Dann hab‘ ich meine Ruhe.
Nix hab ’n die ihre Ruhe, meine Freunde.
Denn sie möchten, sie soll ‘n dankbar sein, das sie leben dürfen. Er hat gesagt: jeden Tag, jede Minute, wo wir leben dürfen ist eine Gnade Gottes.

Einmal war es so, das Bruno Gröning zu einer Familie gekommen ist und die haben gesagt: Herr Gröning wir wissen keinen Rat – wir wissen keinen Rat mehr – was wir tun sollen mit der Oma. Die Oma liegt im Bett und will sterben.
So, so, hat er gesagt, sie will sterben! Ja – dann ist er hinauf gegangen:
ja Oma, was ist denn los mit dir?

Ja, i’ mag’ nimmer (ja ich mag nicht mehr) – i’ will (ich will) lieber sterben. Hat er gesagt: na, Oma. Anzieh ‘n, aufsteh ‘n! Aufsteh ‘n Oma!
Sie können noch nicht sterben. Sie sind noch in der Gnade Gottes, das Sie weiter leben dürfen.
Hat er sie auf gejagt aus dem Bett und dreimal die Stiegen (Treppen) rauf und runter gejagt. So, Oma!
Natürlich hat sie einen Hunger gehabt – die Oma – nachher. Und hat noch einige Jahre leben dürfen.
Oma, hat er gesagt:
man darf nie von sich aus sagen, das man nicht mehr leben will.
Weil – das ist die Gnade Gottes, wo man da immer noch die Möglichkeit hat etwas dazu zu lernen auf dem Weg zu Gott.
Bruno Gröning hat uns nämlich sehr oft gesagt:
das wir nicht nur so dahin leben, wie die Menschen es wollen.
Das wir z.B. eine Familie gründen, einen Beruf ergreifen usw. und sofort. Nein.
Der Mensch lebt, um Geistig zu erkennen. Geistige Erkenntnisse zu bekommen. Das ist der Hintergrund.
Und wenn der Mensch das nicht tut, wenn er aus seiner Sicht aus lebt, meine Freunde. Dann ist Geistig geseh ‘n – das Leben um sonst.
Weil von der Geistigen Seite – von der Göttlichen Seite – leben viele Menschen so, das ihr Leben zwecklos ist. Das es ganz im Gegenteil – die Lage verschlimmert.
Und da müssen sie eben, sie dürfen – noch einmal – sie DÜRFEN wieder geboren werden. Nicht, Sie müssen wieder geboren werden.

Und Bruno Gröning ist sogar weiter gegangen und hat erklärt:
bevor der Mensch wieder geboren wird – also die Seele – oder das Geistwesen Mensch, wird er gefragt – der Mensch wird auch gefragt – ob er dieses Leben annimmt?
Und der Mensch wird auch gefragt, ob er dann die Aufgabe erfüllen will?
Und wenn der Mensch – der noch nicht verkörperte Mensch – weil der genau weiß, seine Schulden – seine geistigen Schulden – ist er froh, wenn er einen Körper bekommt.
Ist er froh, wenn er Hoch und Heilig seine Aufgabe versprechen darf. Und dann:
ja, ja, ich mach’ alles, ich will nur wieder einen Körper haben, um das gut zu machen, was ich schlecht gemacht hab’.
Das sind nicht meine Worte. Das sind die Belehrungen von Bruno Gröning gewesen.
Ja und dann, wird er wieder geboren. Als Baby, mit einem kleinen Körper.
Und jetzt kommt das Problem, das der Mensch – das Kind – nimmt nur alles von Außen auf. Also, alles was von Außen gelernt wird nimmt das Kind auf.
Und wenn es dann irgendwelche Geistigen Erkenntnisse hat, so machen wir also den Fehler zu sagen:
jetzt hör’ doch auf mit deinen blöden Phantasien!
Und so wird die Erinnerung unterdrückt. Und das Leben geht weiter – und das die Seele es leicht hat – auf die Aufgabe zu vergessen.
Auf das Versprechen vergessen. Die der Geist vor seiner Geburt gegeben hat. Und dann läuft eben so vieles schief.

Und es läuft sogar soviel schief, das viele Menschen ihr Schicksal verschlechtern anstatt zu verbessern. Und so weiter.
An einer Stelle im Vortrag sagt Bruno folgendes:
solange der Mensch sich nicht an das Vorleben und an seine Aufgabe erinnert, muss er immer wieder einen neuen Körper bekommen. Und der Kreislauf beginnt von neuem. Daher soll sich der Mensch bemühen, zunächst in sich hinein zu horchen:
was für eine Aufgabe habe ich bekommen ?
Mit welcher Aufgabe bin ich auf diese Welt gekommen?
Man findet ‘s vielleicht.
Und dann soll man – gegen jede Logik – zu dem JA sagen – was auf einen zu kommt. Man soll vertrauen haben meine Freunde, in die Zukunft.
Und man soll sich freu ‘n, auf das, was man tun kann!

Und da, hat Bruno Gröning auch zu mir gesagt:
du hast die Wahl Fredy, entweder du gehst den Geistigen Weg und machst die notwendigen Fortschritte – oder du lehnst das Geistige ab, und bleibst immer wieder in diesem behinderten körperlichen Zustand.
Blöd wär’ ich gewesen, wenn ich nicht – JA – gesagt hätte. Also hab‘ ich – JA – gesagt.
Das ich natürlich mit diesem JA , so und so viele Aufgaben machen musste – von denen ich keine Ahnung habe – ist auch Gnade Gottes meine Freunde.
Und so soll ‘n wir auf dieser Erde leben, um Gut zu einander zu sein. Seid gut zu einander heißt es und streitet nicht. Und streitet nicht.
Wie ich gesagt hab‘ – der Eine sagt so und der Andere sagt so – und jeder will Recht haben, um das geht ‘s meine Freunde. Es geht nicht darum, das man verschiedener Ansicht ist.
Es geht darum, dass man diese Ansichten harmonisiert und dann gemeinsam weiter arbeitet. Auf einem Band sagt Bruno Gröning – und zwar im Juni 1958 – hat er über die Vereine gesprochen und gesagt:
es gibt den Deutschen Verein und es gibt den Österreichischen Verein. Es soll aber die Zeit kommen, wo diese Vereine zusammen arbeiten.
Beide Vereine sind ein Werk. Das Werk des Guten!

Und jetzt kommt das Problem.
Derjenige, des Vereins, der am meisten Geistig gelernt hat – der am meisten gearbeitet hat – der, soll die Führung übernehmen!
Es soll nicht gestritten werden. Es soll kein Zankapfel sein. Wenn ‘s soweit ist, hat er gesagt:
dann werde ICH bestimmen – also er wird bestimmen – wer die meisten Werke geschaffen hat.
Meine Freunde, wer wird soweit sein – sagen wir mal – wenn wir alle Freunde Bruno Gröning ’s zusammen nehmen, mit den verschiedensten Interessen.
Wer ist soweit, das er sagen kann:
so, wir arbeiten zusammen – und wir wollen gemeinsam das Werk aufbau ‘n? Das ist die Aufgabe in der Zukunft.
Es ist sogar die Aufgabe in der nahen Zukunft, meine Freunde.
Das jeder, das Seine dazu gibt, z.B. innerhalb der Freunde Bruno Gröning‘ s, das wir

zusammen arbeiten und gemeinsam weiter arbeiten. Wer ist bereit, frage ich? Hier im Kreis merkt man ‘s.
Wer ist bereit zu sagen, wir wollen das Tun – kurze Frage? Der Mensch hat die Freiheit.
Ich hab’ den Freunden gesagt – ich bin zu allem bereit. Ich lehne nur jede Begrenzung ab. Gute Antwort, gel’?
Zu allem bereit. Aber jede Begrenzung lehne ich ab. So – das werden wir seh ‘n.

Weil ich weiß, was Bruno sich vorgestellt hat – Bruno Gröning.
Ich weiß das er – das er das Werk – wirklich von Menschen betreut haben wollte. Die nur eines haben, nämlich den guten Willen.
Die aber kein Bestreben haben – kein Macht bestreben. Kein Herrschafts Bestreben.
Soll man denn friedlich zusammen arbeiten wollen und werden.
Es gibt so viele Hinweise Bruno Gröning ’s, das, was alles getan werden soll. Und wisst ihr was ich bemerkt habe?
Jeder pickt sich das heraus was ihm angenehm ist.
Jeder die Worte vom Bruno so, wie sie ihm genehm sind.

Und da sind die Menschen – und ich frage mich oft – warum lehnen sie die Notwendigkeit der Reinkarnation vehement ab.
Eine Dame – im Ausland – soll gesagt haben:
mit der Wahl?
Ich sch… (ich lehne ab/verzichte) auf Reinkarnation.
Hat Sie ein Glück gehabt, dass ich nicht dabei war, denn ich hätte geantwortet: na, dann werden sie bald selber in der Sch… (im Dreck) sitzen!
– ja, so war ’s –
Ja – in sofern also, so gegen das Natürliche – verbindlich sind die Menschen. Und sie tun sich sehr, sehr schwer, das Natürliche zu empfinden.
Sie wollen eben eine Rolle spielen.

Bruno Gröning hat gesagt:
spielen Sie die Rolle Ihres Lebens, aber spielen Sie nicht MIT dem Leben. Und wenn Sie die Rolle gut spielen, dann werden Sie nach dem Leben belohnt. Und wenn Sie die Rolle schlecht spielen, so bestrafen Sie sich selbst.
Mit dem, was sie getan haben. Gott straft nicht.
Gott – im Gegenteil – die Menschen, die die Rolle schlecht gespielt haben, die bekommen die Gnade, einen neuen Körper zu bekommen.
Aber – gleichzeitig müssen sie mit einem neuen Körper das Mitmachen – also Erleben – was sie bei den Anderen schlecht gemacht haben. Das ist die Gerechtigkeit, meine Freunde.
Jeder muss das an sich ertragen, was er dem Andern für Schmerzen bereitet hat.

Sogar im übertragenen Sinn – das Wort von Jesus auslegt – das er gesagt hat:
was ihr dem geringsten meiner Brüder Gutes getan habt, das habt ihr mir Gutes getan.
Und was ihr dem geringsten meiner Brüder angetan habt – an Schlechtigkeiten – das habt ihr mir angetan.
Wobei – er gemeint hat:

die ganze Welt schwingt in einem Bad der Gerechtigkeit. Von Gott – also – von Gott eingesetzten Gerechtigkeit.
Aber nicht so wie ’s der Mensch sieht. Sondern wie ’s von Gott aus gesehen wird.
Jeder muss die Folgen von dem tragen, die guten Folgen und auch die schlechten Folgen.

Und dann hat er noch etwas gesagt – das es doch Menschen gibt, die sagen: Christus hat uns erlöst und wir brauchen nicht wieder geboren werden.
Hat er gesagt:
und wenn der Mensch, die ganze Schuld abgelegt hat, aufgelöst hat – die er aufgebaut hat, die ganze Schuld, die Ganze – wie soll ich sagen?
Alles, was nicht in Ordnung war.
Wenn er das abgebaut hat, dann erst hat er die Gnade, in Gott ein zu gehen. Und muss nicht wieder geboren werden.
Er kann freiwillig kommen, um den Menschen zu helfen.
Aber – das Schwache ist nur so lange gegeben – solange nicht in der Harmonie mit Gott gelebt wird. Logisch, was?
Nun, meine Freunde. Jeder muss nachdenken, muss darüber nachdenken. Wie weit bin ich auf dem Weg zu Gott fortgeschritten?
Wie weit bin ich so – so dass ich keinem Menschen mehr folgen brauch’. Das ich nicht Menschen hörig bin.
Das ich mich nicht begrenze, das ich mich nicht aufrege, das ich mich nicht ärgere. Das ich nicht danach denke:
na, der wird schon seine Strafe bekommen. Nicht einmal das – nicht einmal das – dürfen wir tun. Das wir über einen Menschen sagen:
der wird schon seine Strafe bekommen.
Das ist nicht unser Problem, hat der Bruno gesagt.
Jeder hat seine Aufgabe. Jeder hat sein Schicksal sich selbst geschaffen und keiner darf den Anderen verurteilen.
Ist ja genauso ein weiser Spruch, das man sagt:
der Mensch sieht immer den Splitter im Auge des Andern und den Balken im eigenen Auge sieht er nicht.
– Mhhh – komisch –
So alt ist der Spruch, so alt ist die Erkenntnis.
Und immer wieder macht der Mensch den Fehler – weil er zu wenig übergeordnete Liebe – ausstrahlt.
Ich sag‘ übergeordnete Liebe – wenn ein Mensch der uns beleidigt hat, gel’ – der uns gekränkt hat, der uns schaden wollte, plötzlich auftaucht?
Wie reagieren wir?
Lassen wir ihn ins Haus hinein? Oder nicht.
Lassen wir einen Menschen, der einem verschiedenes angetan hat ins Haus herein? Ja oder nein?
Sind wir vorsichtig. Man kann ja sagen:
mit dem will ich nichts zu tun haben. Dann verurteilen wir den Menschen.

Man kann aber auch sagen:
gut, gut! Komm herein. Verschiedene Weisen. Hab‘ ich gestern erlebt. Ja! Komm rein.

Und die Spannung – die Jahrzehnte lange Spannung – war plötzlich weg. Ich hab‘ die Wahl gehabt, ja oder nein zu sagen. Das war eine sehr große Belehrung – für mich auch.
In jeder Weise ist das eine Entscheidung gewesen – ist ja egal –
Also, ich kann ganz so überzeugt davon sprechen, weil ich es tun konnte.

Und ich rate jedem Menschen, jedem Freund, wenn er vor diese Situation gestellt wird – das ist eine Prüfung – steht man darüber, oder steht man nicht darüber?
Man kann hundert Mal sagen, ich stehe darüber. Und dann steht der Mensch im Zimmer. Und dann weiß man, ob man darüber steht oder nicht.
Das ist die Lebensaufgabe, das man das immer wieder beweisen muss. Was ich selber beweisen muss.
Das man das wirklich in die Tat umsetzt, wovon man so schön spricht.

Wie sagt man:
was wir predigen im freien Denken – ist ein altes Sprichwort.
Aber man muss auch da beim Wasser bleiben, wenn man da mitten drin sitzt und im Wohl ergehen meine Freunde. Ich wollte damit sagen:
man kann tausend Mal sagen, Millionen mal sagen, man kann jede Sekunde sagen: ich stehe darüber. Das ist vorbei. Und dann kommt die Prüfung.
Und die Prüfung – das ist so gemein – die kommt unerwartet – ohne Vorbereitung, kommt die Prüfung.
Und wenn man diese Prüfungen wirklich besteht – ehrlich besteht – dann hat man‘ s überwunden.
Früher nicht, meine Freunde – früher nicht – da belügt man sich selbst. So ist das Leben. So ist die geistige Schule, meine Freunde.
An den Taten werdet ihr sie erkennen. Bitte schön. Nicht an den Worten – so ist das. Und man hat auch in dieser Prüfung die Freiheit – ja oder nein zu sagen.
Die Freiheit wird einem gegeben, man hat in jeder Sekunde die Freiheit, meine Freunde. Aber man muss auch achten, man soll acht geben das man an dieser Freiheit nicht schuldig wird.
Denn – mhhh – was wär ‘s denn gewesen, wenn ich Nein gesagt hätte?
– ein Verurteilen –
Wäre die Spannung aufgelöst gewesen?
Nein. Hätte ich die Wucht! Mit jedem Nein – begrenzt man sich. Da begrenzt man sich. Weil man dem Anderen die Freiheit nimmt, das Gegenteil zu beweisen.

Also es ist wirklich nicht einfach das Leben, meine Freunde.
Das Leben ist immer wieder ein Tun, ein Tun in der Verantwortung. Und noch ein Beispiel:
nach dem, wenn Sie sich entschieden haben, weiß man, ob man ‘s richtig getan hat, oder ob man Blödsinn getan hat. Aus Sturheit ein Blödsinn, meine Freunde.
– Ja –
Es ist so wunderschön, wenn es einem gelingt, das Gute in die Tat umzusetzen.
Immer das Gute in die Tat umzusetzen. Was der Andere draus macht, geht uns nichts an! Und jeder Mensch, der Nein sagt – egal wegen was – belastet sich durch dieses Nein in jeder Hinsicht. Das soll man auch bedenken.
Und da ist es so wichtig – enorm wichtig – bewusst zu handeln.

Bewusst zu denken. Bewusst zu fühlen. Ja, so ist das Leben.
Bereiten wir uns vor – wir reden immer so groß – meine Freunde. Wir steh’ n darüber. Wir steh‘ n darüber. Momentan steht man nicht darüber.
Und dann, wenn die Zeit vergeht, bildet man sich ein darüber zu steh‘ n.
Mhhh – und dann – wenn man dann das nächste Mal einen Anruf bekommt – mhhh – dann zuckt man oft zusammen. Oje, oje – ich steh‘ ja noch immer nicht darüber!
Also acht geben (aufpassen), auf die Gedanken, auf die Gefühle, auf die Reaktionen.

Und noch etwas meine Freunde – wenn man eine Belastung und eine Spannung mit schleppt
– das ganze Leben mitschleppt – mhhh –
so ist das eine Bindung, die auch nach unserem Ableben besteht.
Und wenn man das nicht jetzt löst – so muss man immer wieder, oder öfter – die gleiche Situation erleben.
In einer anderen Variante – solange, bis das Problem gelöst ist.
Und ich hab‘ gefühlt meine Freunde, das die andere Seite auch beobachtet – gestern. Ich bin auch froh, das es jetzt gelöst ist, obwohl wir nur eine halbe Stunde miteinander gesprochen haben, über belanglose Dinge.
Aber die beiden Seelen – die haben zu einander gefunden.
Und dazu bin ich sehr dankbar dafür – das ich doch fähig war, oder fähig bin – über den Dingen zu steh‘ n.
Weil ich erkannt habe, das das Leben weiter geht.
Jeder Mensch, soll erkennen das das Leben immer weiter geht. Und jede Begrenzung ist eine Belastung, meine Freunde. Und jede Loslösung, wie der Bruno gesagt hat:
die Lösung ist eine Erlösung.

Ach, der Bruno hat soviel gesagt, soviel. Wichtige Dinge!
Man wundert sich, das gerade andere Menschen, das was Bruno gelehrt hat, zum Anlass nehmen, sich selbst weiter zu begrenzen und zu sagen:
ja, der Bruno, was er auf den Tonbändern gesagt hat, das nehm‘ ich an. Das Andere ist nicht die Lehre Bruno Gröning ‘s.
Und sie nehmen nicht einmal das an, was er auf den Tonbändern gesagt hat. Nicht einmal das.
Oje! In ihrer Verbohrtheit, in ihrer Sturheit und in ihrem Machtbestreben, meine Freunde. Mhhh – was ist die Macht?
Da liegt der Körper leblos da. Wo bleibt die Macht? Wo bleibt das, was der Mensch behauptet hat?
Wenn der Körper am Ende ist, wenn der Körper nicht mehr kann. Das muss man bedenken.

Ich hab‘ gehört – ich hab‘ eine Bekannte im Pflegeheim – die jeden Tag erleben muss, wenn die Menschen Heim geh ‘n. Und sie hat gesagt:
man macht sich keinen Begriff – was da geschieht.
Manche geben den Körper ganz leise und ausgeglichen und still ab. Und manche toben. Manche schreien. Manche sagen:
ich will mit dem oder jenem Verwandten sprechen, mit dem ich ein ganzes Leben im Streit war.

Da dürfen die alle kommen und alles dazu tun, das diejenigen an das Sterbebett kommen. Mhhh – geht aber nicht.
Weil sie ihn vielleicht nicht fragen können – oder vielleicht in Amerika sind – oder irgendwo auf der Welt.
Und kümmern sich einen Schmarren (überhaupt nicht) drum, das der Andere sich versöhnen möchte.
Zu spät, meine Freunde.
Man soll rechtzeitig danach trachten die Dinge in Ordnung zu bringen. Oder in Ordnung zu halten.
Drum hat auch Bruno Gröning gesagt:
denken Sie stets daran. Handeln Sie stets so, als wäre es Ihr letzter Tag. Mhhh – das alles in Ordnung ist – jeden Tag, alles in Ordnung.
Ach, der Bruno hat sehr viel gesagt.
Man darf es nicht vergessen! Man soll es nicht vergessen!

Und jeder, der Bruno Gröning versprochen hat für ihn zu arbeiten – für das Werk zu arbeiten
– hat für sich selber eine sehr, sehr große Aufgabe angenommen. Nämlich selbst das zu Tun, was er von Anderen verlangt. Das ist die Aufgabe, die wir im Werk haben.
Ja, solange im Werk und bemühen das zu tun.

Ich rate allen Freunden, auch selbst die Mühe auf sich zu nehmen und sich immer wieder zu prüfen – stehe ich darüber, wenn mich jemand beleidigt hat?
Stehe ich darüber, wenn mich jemand unschuldig beschuldigt?
Stehe ich darüber, wenn mir jemand etwas an den Kopf wirft was nicht stimmt? Jeder soll sich fragen, jeder hat die Freiheit.
Denn wenn er auf seiner Entbehrung sitzen bleibt und schmollt – mhhh – wunderschön schmollen – oder er kann wirklich sagen:
das ist nicht mein Problem. Das soll der Andere in Ordnung bringen. Diese Wahl im Geistigen Leben haben wir immer.
Aber es ist auch die Aufgabe des geistigen Weges, das wir das in die Tat umsetzen. Jeder Gedanke meine Freunde – der nicht in Ordnung ist – belastet den Menschen. Und jeder Gedanke – der in Ordnung ist – befreit den Menschen.

Ja meine Freunde, das ich immer wieder ein Wort gesprochen – eine Erklärung gegeben – von der ich vorher keine Ahnung hatte!
Wie ich gekommen bin – ja – was werden wir Heute durchnehmen – hab‘ ich mir gedacht?

Und dann ist gekommen – wir müssen das tun – was Gott von uns verlangt. Oder erwartet – er verlangt ja gar nichts. Er erwartet es ja nur!
Er hat die Geistigen Gesetze geschaffen. Und anhand dieser geistigen Gesetze sollen wir leben. Sollen wir handeln. Sollen wir denken.
Ja, ist richtig – sollen wir entscheiden. Mehr verlangt Gott gar nicht.
Mehr ist gar nicht nötig, denn die Schöpfungsgesetze sind so vollkommen, meine Freunde. Das keine Korrektur – von Gott aus – nötig ist.

Und es steht auch in der Bibel.
Am siebenten Tag betrachtete Gott seine Schöpfung – und sah – das sie gut war.

Mhhh – von ihm aus ist sie Schöpfung gut.
Was der Mensch draus gemacht hat, ist nicht Sache Gottes. Ist Sache des Menschen.

ENDE des ersten Teils _ es folgt ein Zwiegespräch mit dem Gemeinschaftsleiter Herr Wallner _ in einem 2. Teil